K 9316 Ersatzneubau der Muldenbrücke in Schlunzig


Am 23. April 2018 vollzog der Landrat Zwickauer Land, Herr Dr. Scheurer, den ersten Baggerhub für den Ersatzneubau der Muldenbrücke Schlunzig. Am 29. Mai 2020 wurde das Bauwerk für den Verkehr freigegeben.

Die Brücke im Zuge der K 9316 war durch das Hochwasser 06/2013 stark beschädigt worden. Dies war der Anlass für eine Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsuntersuchung zur Schadensbeseitigung. Da das Bauwerk aus dem Jahre 1964 mit einer Einstufung in die BKL 30/30 sowie einer 95%-igen Auslastung einschließlich der starken Hochwasserschäden nicht mehr sinnvoll instandzusetzen war, ergab eine Variantenuntersuchung als wirtschaftlichste Lösung eine 2 Feld Schrägseilbrücke mit einer Gesamtlämnge von 90,00 m und einer Pylonhöhe von 30,60 m.

Die Fahrbahnplatte wurde als semiintegrale Stahlbetonvollplatte ausgebildet. Der Pylon ist ebenfalls als Stahlbetonvollquerschnitt erreichtet, die Gründung erfolgte mit Ortbetongroßbohrpfählen. Bei den Brückenseilen kam mit Vollverschluss durch HDPE-Extrudierung ein innovatives Korrosionsschutzverfahren erstmalig an einer Schrägseilbrücke in Deutschland zum Einsatz (Zustimmung im Einzelfall erteilt).

Zusätzlich wurden die Zufahrtsstraßen sowie die Anschlüsss an die Hochwasserschutzanlagen neu erbaut.


Bauherr
Landkreis Zwckau, Amt für Straßenbau
Bauzeit
2018 - 2020
Baukosten brutto
ca. 7 Mio. €
Leistungsumfang
OP-VA: Lp 1-8, OP-IBW: Lp 1-8, TP-IBW: Lp 2- 6, 8 (ingenieurtechnische Kontrolle), Machbarkeitsstudie, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Vermessung, Materialgutachten, Zustimmung im Einzelfall (ZiE), örtliche Bauüberwachung
Einzelstützweiten
55,50 m / 34,50 m
Nutzbreite
15,10 m
Baulänge Straße
ca. 400 m